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19/04/10
Symposium Krankenhaus Hietzing

Wenn das Herz rast, stolpert  oder flimmert
 
WIEN, 19. April 2010. - Herzrhythmusstörungen sind nicht ausschließlich Altersleiden, sondern können das ganze Leben hindurch immer wieder auftreten. Zeigen Medikamente keine Wirkung, kann oft nur noch eine Katheter-ablation Abhilfe schaffen. Dies war Thema eines Symposiums, das vom Krankenhaus Hietzing mit Unterstützung von Johnson & Johnson Medical für Internisten und Allgemeinmediziner organisiert wurde.
 
Für junge, gesunde Personen sind Herzrhythmusstörungen zwar selten gefährlich, führen aber zu einer Beeinträchtigung der Lebensqualität. Eine der häufigsten Störungen ist Vorhofflimmern. Dabei kommt es zu rasch aufeinander folgenden, nicht geordneten Impulsen („Flattergefühl“) der Herzvorhöfe. Unbehandelt führt die Krankheit zu erhöhter Sterblichkeit, bei einem von fünf Patienten zum Schlaganfall. „Bei mir äußerte sich die Krankheit mit einem wahnsinnen Herzrasen, Atemnot und völliger Erschöpfung“, beschreibt ein Betroffener die Symptome. Eine medikamentöse Behandlung von Vorhofflimmern ist möglich, erzielt aber nicht immer den gewünschten Erfolg.
 
Standardtherapie bei Herzrhythmusstörungen
Vor rund 25 Jahren erstmals eingesetzt, hat sich die Katheterablation mittlerweile zu einer Therapieform entwickelt, die eine dauerhafte Heilung von Herzrhythmusstörungen ermöglicht. Dabei wird mit Hilfe von Spezialinstrumenten (Katheter) hochfrequenter Wechselstrom an die Vorhofoberfläche geleitet, und das für die Rhythmusstörungen verantwortliche Gewebe neutralisiert bzw. isoliert. Der Eingriff wird meist bei leichter Sedierung („Dämmerzustand“) durchgeführt, dauert zwischen einer und fünf Stunden und ist praktisch schmerzfrei. Der Patient kann nach höchstens drei Tagen wieder aus dem Krankenhaus entlassen werden.
 
Spezialwissen nötig
Eine Katheterablation wird in wenigen, hochspezialisierten Zentren wie dem Krankenhaus Hietzing angeboten. Hier wurde bereits 1997 die erste Katheterablation durchgeführt und 2009 eine der modernsten Katheteranlagen Mitteleuropas installiert. „Je nach Art der Erkrankung erreichen wir mit einer Katheterablation Erfolgsraten von 75 bis 95%“, so Prof. Johannes Mlzoch, em. Leiter der 4. Medizinischen Abteilung mit Kardiologie des KH Hietzing. Die Komplikationsrate ist sehr niedrig, vergleichbar mit anderen in der Kardiologie verwendeten Kathetereingriffen. Besonderen Wert legt man im Krankenhaus auf die Auswahl des „richtigen“ Patienten. Empfohlen wird eine Katheterablation vor allem dann, wenn die Rhythmusstörungen durch Medikamente nicht behebbar sind, oder weil nur diese Behandlungsform eine dauerhafte Heilung verspricht. „Bei mir hat sich der Eingriff auf jeden Fall ausgezahlt. Ich kann jetzt wieder wie früher arbeiten, Sport treiben und auch meine Freizeit genießen“, so ein Patient, der erfolgreich im Krankenhaus Hietzing behandelt wurde.    
 
 
Rückfragehinweis:
Krankenhaus Hietzing                                           
4. Medizinische Abteilung mit Kardiologie        
Dr. Stefan Fritsch / Dr. Reinhard Achleitner        
Tel: +43 (1) 801 10–2511   
                                   
 
Johnson & Johnson Medical
Corporate Communication
Mag. Anita Knabl-Plöckinger, MAS
Tel: +43 (1) 360 25-405
Mobil: +43 (664) 192 48 09
 
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