Krankheitsbild & Diagnose
Bei der peripheren arteriellen Verschlusskrankheit werden die Arterien (Blutgefäße) verengt, die verschiedene Teile des Körpers mit Blut versorgen. Oft sind die Arterien betroffen, die für die Blutversorgung der Beine zuständig sind, was zu einer Durchblutungsstörung der unteren Gliedmaßen führt, die häufig als Schmerzen oder Krämpfe im Bein wahrgenommen wird. Wenn sie nicht behandelt wird, kann die periphere arterielle Verschlusskrankheit die Gehfähigkeit eines Menschen ernsthaft beeinträchtigen.
Die Arterienverengung wird durch eine Ansammlung von Fettablagerungen – auch Plaque genannt – an den Innenwänden der Blutgefäße verursacht.
Die Krankheit ist stark unterdiagnostiziert, was hauptsächlich darauf zurückzuführen ist, dass über 50% der Patienten asymptomatisch sind. Leider betrachten viele Betroffene die Symptome einer pAVK, insbesondere Schmerzen beim Gehen, als normale Erscheinungen des Älterwerdens und suchen daher erst dann einen Arzt auf, wenn die Krankheit bereits fortgeschritten ist.

Symptome
- Beinschmerzen beim Gehen, besonders in der Wade
- Die Schmerzen vergehen bei Ruhe, kehren jedoch bei weiterer Bewegung zurück
- Kalte Füße
- Wunden an Händen und Füßen, die nur schlecht verheilen
- Trockene, schuppige, glänzende Haut
- Brüchige oder langsam wachsende Zehennägel
Behandlungsmöglichkeiten
Die medizinische Therapie der pAVK stützt sich auf aggressive Behandlung der Risikofaktoren (durch Veränderungen der Lebensweise), körperliches Training und die Behandlung mit Medikamenten.
Früher galt eine Bypass-Operation als einzige Behandlungsmöglichkeit für die pAVK. In der aktuellen Therapie werden weniger invasive und oft ambulant durchgeführte Behandlungsmöglichkeiten, wie Angioplastie und Stent-Implantation bevorzugt.
Angioplastie
Die perkutane transluminale Ballonangioplastie (PTA) ist ein weniger invasives, nicht-operatives Verfahren und wird erfolgreich zur Behandlung lokalisierter stenosierender oder okkludierender Läsionen in den Gliedmaßen eingesetzt. Die Erfolgsrate der Angioplastie ist ähnlich wie die des operativen Eingriffs.
Stents
Neben einer reinen Ballonangioplastie kann sich der behandelnde Arzt zusätzlich für die Implantation einer Gefäßstütze (Stent) entscheiden, um somit ein besseres Ergebnis zu erzielen und einen erneuten Verschluss zu verhindern.
Die endovaskuläre Therapie ist eine der am schnellsten wachsenden Bereiche der Gefäßmedizin. Dadurch wird es möglich, pAVK-Patienten rechzeitig, risikoarm und schonend mit minimal-invasiven Methoden zu behandeln.


